Warum eigentlich Bremen? 

Seit Juni 2003 gibt es in Bremen die botanika, ein öffentliches Grünes Wissenschaftszentrum, das eine wertvolle Sammlung von Artefakten aus dem buddhistischen Kulturkreis beinhaltet. Zur Sammlung gehören die einzige im öffentlichen Raum stehende Stupa in Deutschland und der größte bronzene Nirwana-Buddha Europas. 

Vor der botanika wurde nach der Weihe des Bauplatzes eine Erleuchtungsstupa gebaut, gefüllt und in mehrstündiger Zeremonie geweiht. Nach wie vor die einzige Stupa in Deutschland im öffentlichen Raum.

In der botanika finden auch immer wieder buddhistsiche Veranstaltungen statt, wie hier bei der feierlichen Auflösung des Sand-Mandalas, das buddhistische Nonnen gestreut hatten.

In der botanika werden auch einige handgemalte tibetische Medizin-Thangkas gezeigt. Sie beweisen die Verwendung von Rhodododendron in der traditionellen tibetischen Medizin.

Die botanika steht mitten im Rhododendronpark Bremen. Hier finden Sie die größte Sammlung an Rhododendron-Arten und -Sorten In Deutschland - und die zweitgrößte der Welt! Von den ca. 1.000 in der Natur vorkommenden Arten finden sich hier etwa 650, dazu gut 3.500 verschiedene Sorten. Die botanika wurde gebaut, um den nicht frostharten Rhodos aus Asien ein schönes und artgerechtes Zuhause zu schaffen.

INSCRIRE die Menschenrechte schreiben

Der Rhododendronpark Bremen ist auch "Garten der Menschenrechte". Es war die Idee der belgischen Künstlerin Françoise Schein, an belebten öffentlichen Orten auf der ganzen Welt die Artikel der Menschenrechtscharta in künstlerischer Weise zu schreiben. "INSCRIRE - Die Menschenrechte schreiben", so heißt ihr internationales Projekt. Und neben Paris, Stockholm, Rio de Janeiro, New York, Ramallah, Brüssel, Coventry, Berlin, Haifa und Lissabon ist auch Bremen dabei. Das einzige dieser Projekte, wo die Menschenrechte in einem Park am Boden die Menschen auf ihrem Weg begleiten.

Eine ganz besondere Kostbarkeit in der botanika ist der gut vier Meter lange Nirwana-Buddha, die größte bronzene Nirwana-Buddha-Statue in Europa. Sie kommt aus Kathmandu in Nepal, wo sie nach vielen Jahren geduldigen Verhandelns für die botanika erworben werden konnte. Jetzt steht - oder besser liegt - sie in einer Felsen-Höhle hinter einem Teich in der Nähe des Wasserfalls, umgeben von im zeitigen Frühjahr wunderschön rot blühenden Rhododendron arboreum, der Nationalblume Nepals, dort Laliguras genannt.

In der botanika, vor allem im Himalaya-Gewächshaus, sind zahlreiche buddhistische Elemente zu finden, wie dieser riesige Mani-Stein oder auch typische Felszeichnungen.

In der Höhle zwischen dem Borneo- und dem Himalaya-Bereich steht diese riesige Gebetsmühle mit 168 Millionen Mantras in ihrem Innern. Sie darf - natürlich nur im Uhrzeigersinn - gedreht werden, nach jeder Umdrehung schlägt eine Glocke!

Beim Rundgang durch den Himalaya-Bereich kommt man auch an kleineren Gebetsmühlen vorbei, die ebenfalls alle mit Mantras gefüllt sind und gedreht werden dürfen.

TsaTsa-Höhle

Etwas versteckt - man muss schon mit den Augen danach suchen - findet sich in der Felswand nahe dem Wasserfall eine echte TsaTsa-Höhle, ganz wie in Nepal und Tibet.

Von der Aussichtsplattform hoch über dem Himalaya-Bereich hat man einen einen schönen Überblick auf die Vielfalt der Lebensräume. 

Einen ganz besonderen Drachen hat ein begnadeter Thangkamaler auf die zerklüftete Felswand unter dem Wasserfall gemalt. Ihre Dreidimensionalität kann man auf diesem Foto gar nicht so richtig darstellen, er windet sich vor und zurück.

Manimauer; botanika

Eine weitere Kostbarkeit ist die Mani-Mauer mit wunderbaren Buddha-Reliefs auf Schiefertafeln. Solche Mani-Mauern findet man im Himalaya oft an den Passhöhen. Gläubige Wanderer legen hier als Dank für den bislang unfallfreien Aufstieg einen Manistein ab.

Stupa in Bremen

Ein absolutes Highlight ist natürlich der Erleuchtungs-Stupa vor der botanika, extra für diesen Ort in einem Kloster in Kathmandu/Nepal in feiner Steinmetzarbeit hergestellt und in vielen Kisten nach Bremen geschickt. Dann wurde der Bauplatz ordnungsgemäß geweiht, die Stupa gebaut und dabei gefüllt und schließlich in mehrstündiger Zeremonie geweiht. 
Auf dem Randstein, der die Stupa umgibt, kann man den Religionsfreiheits-Artikel der Menschenrechtscharta entdecken, eines der vielen Elemente im "Garten der Menschenrechte".